Realisierung von Verlusten aus Anteilen an einer Kapitalgesellschaft durch eine Veräußerung an Angehörige für 0 €

Das FG Düsseldorf hat sich in seinem Urteil vom 19.3.2015 – 8 K 1885/13 E, F intensiv mit der vorstehenden Fragestellung auseinandergesetzt.

Das FG-Urteil folgt dem Grunde nach der Rechtsprechung des BFH, Urteil vom 8.4.2014 IX R 4/13, BFH-NV 2014, 1201, gegen das Verfassungsbeschwerde eingelegt worden ist, AZ BVerfG 2 BvR 1653/14.

Haben danach einander nahestehende Personen für die Übertragung eines GmbH-Anteils keinen oder nur einen symbolischen Kaufpreis vereinbart, kann eine Veräußerung nur angenommen werden, wenn feststeht, dass der übertragene Anteil subjektiv und objektiv wertlos gewesen ist.

Das FG übernimmt insbesondere – anhand von äußeren Merkmalen – den subjektiven Aspekt zur Werthaltigkeit für sein Prüfschema zugunsten einer Schenkung.

Gegen die Entscheidung des FG Düsseldorf ist Revision eingelegt worden, AZ BFH IX R 23/15.

In einschlägigen Fallgestaltungen müssen Streitfälle daher offen gehalten werden.